Larissa Heim: Fangen und Loslassen
18.10.2026, 14:30 Uhr
Der Ausstellungstitel verweist bereits auf das wiederholte Zurückkehren an vertraute Orte, auf Spuren menschlicher Anwesenheit, auf das Zurücklassen eines Nestes.
Kein anderer Ort könnte für die aus Vörstetten stammende junge Künstlerin geeigneter sein als das Försterhaus Reute, welches vor seinem Umbau einst das kreative Jugendzimmer der Malerin beherbergte und den Anfang ihrer künstlerischen Praxis bildete. Heute, nach ihrem abgeschlossenen Studium an der Kunstakademie Stuttgart kehrt Heim zurück, um sich mit neuer Perspektive ihrem Aufwachsen in Reute und Umgebung zu widmen. In ihren Malereien lässt sie das Umherstreifen als Kind wieder aufleben, die Wahrnehmung einer schier endlosen, unberührten Natur, und das Entdecken kleiner Details bei längerem Verweilen.
Um Erinnerungen und Wahrnehmungen festzuhalten, arbeitet Heim mit fotografischen Schnappschüssen und kurzen Filmsequenzen, in denen der Mensch als stiller Protagonist seiner Naturwahrnehmung spürbar wird. Das bewegte Bild dient hierbei als Mittel, flüchtige Eindrücke, Lichtstimmungen und Bewegungen einzufangen, die sich in der malerischen Übersetzung verdichten. Die Arbeiten bewegen sich dabei zwischen dem Versuch des Festhaltens und der Erfahrung, dass Orte, Erinnerungen und Wahrnehmungen niemals vollständig bewahrt werden können.
Weitere Öffnungstermine jeweils 14-17 Uhr:
25.10.2026 Trinken Sie einen Café mit der Künstlerin
01.11.2026
08.11.2026 Finissage mit Live-Musik

