Puppen-und Spielzeugsammlung

Spielsachen sind ein Spiegelbild der menschlichen Kultur und Lebensverhältnisse. Puppen, Puppenstuben und Puppenkaufläden spielen dabei eine herausragende Rolle, da sie uns ein Idealbild von Menschen und Lebensräumen in ihrer jeweiligen Zeit vermitteln.

 

Vergangene Lebenswelten aus zwei Jahrzehnten

Sie führen uns das Idealbild des Menschen, der Mode, der Wohnkultur sowie kunsthandwerkliche und pädagogische Entwicklungen vor Augen. Aufstellspielzeug sowie mechanische und bewegliche Spielsachen vermitteln einen Einblick in die Entwicklungen der dörflichen und städtischen Infrastruktur, der Technik und Industrie. Plüschtiere und Teddys sind von der Tierwelt inspiriert und sind anschmiegsame Spielgefährten. Seit den 1970er-Jahren entwickelte sich historisches Spielzeug vom Gebrauchsgegenstand zum Sammlerobjekt und Kulturgut. Heute sind alte Spielsachen als Exponate der Bildung und Vermittlung etabliert, werden gesammelt, erforscht und öffentlich präsentiert.

Die Sammlerin Hiltrud Münker, die viele Jahre in Reute gelebt hat, hat ihre Kollektion für Ausstellungszwecke der Gemeinde Reute zur Verfügung gestellt. Eine Sammlung, die in über 30 Jahren zusammengestellt wurde – vielfältig, reichhaltig und mit persönlichen Schwerpunkten. Sie umfasst rund 500 Puppen, 70 Puppenstuben/-läden und eine große Auswahl von Spielzeugen. Gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler Wolfgang Knapp wurde die Privatsammlung gesichtet, eine Auswahl getroffen und das Konzept für das neue Puppen- und Spielzeugmuseum erstellt.   Auf zwei Etagen im Försterhaus können Sie nun vergangene Lebenswelten des 19. und 20. Jahrhunderts entdecken.